Geschichte

Bis um 900 n.C. befand sich wahrscheinlich das Längenfelder Becken unter Wasser und bildete einen See. Auf der Spitze dieses Gebietes wurde ein urzeitlicher Schalenstein gefunden, der diese Vermutung untermauert.

Die Geschichte des Badls Längenfeld und seiner Heilquelle lässt sich bis ins 16. Jh. verfolgen

Schon sehr früh erkannten die Bewohner des Tales die wohltuende und heilende Wirkung der Längenfelder Schwefelquelle. Und so entstand hier ein einfaches "Bauernbadl", das allmählich weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und gerühmt wurde.
  
1864 fand der Pfarrer Adolf Trientl bei Gries in Sulztal zweieinhalb Stunden hinter Gries mehrere warme Quellen, die Schwefel führten. Bei der Amberger Hütte wurden später der geheimnisvolle Schwefelsee entdeckt und erforscht. Die wärmsten von Trientl gefundene Quelle hatte eine durchschnittliche Jahrestemperatur von immerhin 18 Grad Celsius und einen sehr hohen Schwefelgehalt. Der Schwefelsee hatte sogar 19,5 Grad.
 
1875 standen an der Quelle lediglich eine kleine Kapelle sowie ein hölzernes Badegebäude mit Wannenhaus und einigen Zimmern. In einem eingemauerten Kessel wurde das 12 Grad warme Wasser weiter erwärmt und in Kübeln zu den Wannen getragen.
05. November 1875 Das bescheidene, aus Holz errichtete Bad in Längenfeld brannte vollständig ab.
 
1893 Nach dem Brand des alten Bauernbadl wird ein komfortables Kurhotel (42 Zimmer mit 65 Betten) errichtet. Geboten werden verschiedene Wasserkuren, Milch- und Molkekuren, physikalische Therapie, Massagen, Ab diesem Zeitpunkt bis kurz vor dem 2. Weltkrieg fällt die Blütezeit des Höhenkurortes "Bad Längenfeld"
 

60er Jahre: Im Zuge eines Entwässerungsprojekts versiegte die Quelle in den 60er Jahren, das Kurhotel wurde geschlossen und 1980 abgerissen - die Bezeichnung Bad Längenfeld verschwand. Bereits 1986 beschloss man aber, an die alte Badetradition anzuknüpfen und die Quelle wieder zu erschließen. Ein schwieriges Unterfangen: Die ersten Probebohrungen gingen 20, dann 120, dann 900 Meter tief und brachten zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Mit einer Tiefenbohrung auf 1.865 Meter wurden dann die Quellen für die wirtschaftliche Nutzung erschlossen. Elf Jahre vergingen, bis 1997 endlich 68 Grad heißes Wasser entdeckt wurde, das bis heute mit immer noch 37 Grad an die Oberfläche sprudelt.
 
Zunächst fließt die Natrium-Chlorid-Sulfat-Schwefeltherme, die schnell als Heilwasser anerkannt wurde, in ein Naturbadl am Ortsrand. Die beiden kleinen Becken mit einem Blockhaus als Umkleide wurden von Einheimischen und Urlaubern gut angenommen. An manchen Tagen wurden bis zu 300 Gäste gezählt. Herrliche 37 bis 39 Grad war das Wasser warm - ein wohliges Badevergnügen selbst mitten im Winter. Auch Skifahrer trafen sich in den ungewöhnlichen Naturpools und entspannten die müden Muskeln. Die Idee, Bereiche wie Ski & Therme, Wandern & Therme, Natur & Therme kombinieren zu können wurde immer konkreter und das Projekt AQUA DOME - Tirol Therme Längenfeld entstand.
 
2002 Baubeginn der Therme Aqua Dome Längenfeld
2004 Eröffnung Aqua Dome, Tirol Therme Längenfeld.